#DKMT17 – Themen und Referenten

Datenschutz in der Anwaltskanzlei – Haftungsfallen vermeiden, Mandatsgeheimnis wahren!

Dipl.-Kfm. Fritz Spaeder, München

Zur Person:

Photo FSFritz Spaeder ist seit vielen Jahren selbständig in der Beratung im Bereich Qualitätsmanagementsystemen nach DIN ISO 9001, im Datenschutz, als Auditor und externer Datenschutzbeauftragter tätig sowie im Bereich der systemischen Organisationsberatung und Supervision.

Er wird aus seiner langjährige Tätigkeit als Führungskraft mit Schwerpunkt in der insolvenzrechtlichen Rechtsberatung sowie als bestellter, externer Datenschutzbeauftragter verschiedener Rechtsanwaltskanzleien, Fachhochschulen und Unternehmen in einer Größe von bis zu 200 Mitarbeitern detailliert und praxisrelevant referieren.

Zum Thema:

Datenschutz muss als Management- und Organisationsaufgabe verstanden werden, auch in der Rechtsanwaltskanzlei. Welche Anforderungen stellen das BDSG dabei bereits jetzt und zudem die DatenschutzgrundVO in Zukunft an die anwaltliche Organisation und Arbeit? Wie können diese umgesetzt werden? Welche Haftungsrisiken gilt es hierbei zu vermeiden? Welche Möglichkeiten und vermeidbare Haftungsfallen ergeben sich aus der Beauftragung externer Dienstleister? Welche externen und internen Lösungen gibt es zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten? Antworten auf diese Fragen und Anleitungen zu deren Umsetzung in der Praxis wird Herr Spaeder in seinem Vortrag geben.

Abmahnsichere Onlinepräsenz und -kommunikation

 Rechtsanwältin Pia Löffler, München

Zur Person:

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Rechtsanwältin Pia Löffler (Foto: Christian Weber)

RAin Pia Löffler gründete nach mehrjähriger Tätigkeit als Juristin bei Sony Music in München 2010 eine eigene Kanzlei für Urheber- und Medienrecht. 2012 arbeitete sie als Redakteurin und Syndika für anwalt.de, 2013 gründete Sie anwaltstexte.com, eine Textagentur speziell für Rechtsanwälte. Seit 2014 unterstützte sie zusammen mit externen Partnern Rechtsanwälte im Onlinemarketing – beratend und bei der Umsetzung aller Maßnahmen. Anfang 2017 gründete sie nun zusammen mit Dipl. Ing. Jens Schleifenbaum   anwalts.marketing – eine Onlinemarketing-Boutique nur für Rechtsanwälte.


Zum Thema:

Mit einer Kanzleiwebsite, einem Social Media Auftritt & Co. gilt es nicht nur potenzielle Mandanten und mögliche Bewerber inhaltlich zu überzeugen. Kanzlei-Onlineauftritte sollten – gerade bei Rechtsanwälten! – so gestaltet sein, dass Kollegen und Kammern daran rechtlich nichts auszusetzen haben. Das Gegenteil ist aber in der Realität leider immer noch viel zu häufig der Fall. Fehlende oder unzureichende Datenschutzerklärung, um nur ein Problem zu nennen…

Pia Löffler klärt deswegen einerseits einleitend, was einen guten Onlineauftritt eine Kanzlei auszeichnet. Vor allem aber erfahren Sie welche Vorgaben aus dem Urheberrecht, Medienrecht und dem Berufsrecht Sie beachten müssen, damit nicht doch irgendwann unliebsame Post im Kanzleibriefkasten liegt.

Digitale Kommunikation und Datenübertragung mit dem Mandanten berufsrechtskonform gestalten

 Rechtsanwältin Claudia Otto, Frankfurt/M

Zur Person:

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Rechtsanwältin Claudia Otto

Claudia Otto ist nach 4,5 Jahren Anwaltstätigkeit bei Hengeler Mueller Rechtsanwältin mit der eigenen Kanzlei „COT Legal“ in Frankfurt am Main. Sie berät, schreibt und referiert weltweit zu Fragen der Digitalisierung und Cybersecurity, dem Schutz kritischer Infrastrukturen sowie neu entstehenden Rechtsfragen rund um technische Innovationen wie etwa Blockchain. Im April 2017 ist die erste Ausgabe Ihrer Zeitschrift „Recht innovativ“ erschienen. Im Juni 2017 realisierte Otto ihre beim STP Legal Innovation Award 2017 ausgezeichnete Idee einer durch Legal Tech gestützten Dispute-Resolution-Lösung namens „Nashgotiation“ mit der Cetonis AG, Stuttgart. Darüber hinaus bietet sie ein Mentorship-Programm für junge technikbegeisterte Juristinnen und Juristen an.

 


Zum Thema:

E-Mail, Facebook, Chatbots, Skype, WhatsApp & Co.: wenn Bequemlichkeit und Digitalisierungswahn für den Anwalt und Mandanten zum Compliance-Risiko werden.

Auch die Kommunikation im Mandat nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Doch wenn der Mandant initiativ die Kommunikation etwa über WhatsApp sucht oder verschlüsselte Kommunikation als zu „kompliziert“ ablehnt, darf der Anwalt unmittelbar seine Berufsgeheimnisträgereigenschaft in den Schrank schließen? Ist er befreit von Aufklärungs-, Verweisungs- und damit Interessenwahrungspflichten? Darf ein Rechtsanwalt Mandatskommunikation via WhatsApp führen? Ist es zulässig, vertrauliche Mandantenunterlagen und Betriebsgeheimnisse per Mail zu versenden? Was sind Lösungen, die gleichzeitig die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Mandatsvertragspartnern erleichtern und dennoch rechtskonform sind?

Digitale Möglichkeiten der Mandantengewinnung und -bindung

Dipl.-Kfm. Carsten Hübscher, COO, Nürnberg

Carsten HübscherZur Person:

Carsten Hübscher ist seit Juni 2008 Vorstand bei der anwalt.de services AG und zuständig für die Bereiche Vertrieb, Kundenservice und Personal. Nach Abschluss seines BWL-Studiums an der Universität Erlangen-Nürnberg sammelte er mehrjährige Erfahrungen im Direktvertrieb von Produkten und Lösungen sowohl im Hardware- als auch Softwaremarkt bei der Ocè-Deutschland GmbH in Stuttgart und Hamburg. Erstes Internet Know-how erwarb er sich im Management der Atrada Trading Network AG Nürnberg, bevor er im März 2003 sein eigenes Unternehmen, die SalesBridge GmbH gründete. Mit SalesBridge verwirklicht er die Idee der Vertriebsoptimierung durch konsequentes Vertriebs-Outsourcing, insbesondere für IT-Unternehmen. (Quelle: https://www.anwalt.de/unternehmen/ueber-uns.php)

Zum Thema:

Wer sich mit der Digitalisierung von Arbeitsabläufen innerhalb der Kanzlei befasst, um Kosten zu reduzieren, Arbeit zu effektivieren und damit im Ergebnis ein besseres Produkt für den Mandanten anbieten zu können, wird sich zwangsläufig mit der Frage auseinandersetzen, wie die Gewinnung und Bindung von Mandanten auch digital erfolgen kann. Dies insbesondere, da die räumliche Nähe zum Anwalt für die Entscheidung des Ratsuchenden immer weniger von Bedeutung ist und der Mandant im Rahmen einer digitalen Anwaltssuche auch ein digitales Pendant erwartet.

Während bisher die Unterstützung von Kanzleiprozessen im Fokus stand, dreht die digitale Transformation die Perspektive nun um und stellt den Verbraucher in den Mittelpunkt: Wie kann der Zugang zur Rechtsberatung mithilfe von Internet & IT einfacher, transparenter und besser gestaltet werden? Es zeichnet sich klar ab, dass – wie in vielen anderen Branchen auch – der Plattformgedanke eine immer größere Rolle spielen wird. Legal Marketplaces bündeln schon jetzt einen erheblichen Teil der Nachfrage und ermöglichen einen transparenten und effizienten Zugang zu den Akteuren und deren Dienstleistungen. Für den Ratsuchenden bedeutet die Digitalisierung der Rechtsbranche im Kern also eine Demokratisierung des Rechts. Für den Rechtsanwalt birgt die Digitalisierung dagegen die Chance, mithilfe von Legal Marketplaces Mandanten einfach online zu gewinnen.

Carsten Hübscher wird auf der Basis seiner langjährigen Erfahrungen in Bereichen des CRM in verschiedenen Industriebereichen darlegen, worauf es hierbei gerade für Rechtsanwälte ankommt.

Leitung der Tagung sowie der Diskussionsrunden:

Rechtsanwalt Volker Himmen, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der AG Kanzleimanagement im DAV.

Germ_015-4Himmen ist seit 2003 als selbständiger Einzelanwalt tätig. Er ist derzeit Vorsitzender des Arbeitskreises Kanzleimanagement im Freiburger Anwaltverein sowie seit 2015 Mitglied des GfA der AG Kanzleimanagement im DAV. Dort zeichnet er seit Anfang 2017 verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung und Ausrichtung des #DKMT.
Seit 2016 ist RA Himmen zudem Mitglied der European Legal Tech Association (ELTA).
Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist Himmen Dozent der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und  veröffentlicht in seinem Blog Legal 4.0 Beiträge zum Thema der (digitalen) Transformation der Anwaltschaft.