#DKMT18 – Themen und Referenten

Elektronisches Arbeiten in der Anwaltskanzlei – mit und ohne beA!

Rechtsanwalt und Notar Ulrich Volk, Wiesbaden

Zur Person:

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Rechtsanwalt & Notar Ulrich Volk

Ulrich Volk leitete bis 2004 viele Jahre lang im Auftrag des Hessischen Ministers der Justiz eine Arbeitsgemeinschaft für Rechtsreferendare beim Landgericht in Wiesbaden, gehört seit 1988 dem Vorstand des Wiesbadener Anwalt- und Notarvereins an und ist seit 2006 Mitglied des Vorstands des Landesverbandes Hessen im Deutschen Anwaltverein.
Er ist stellvertretender Vorsitzender der renommierten Wiesbadener Juristischen Gesellschaft und gehört seit 1992 der II. Kammer des Anwaltsgerichts bei der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main an. Seit 2007 ist er deren Vorsitzender.
Herr Volk gehört dem DAV Ausschuss IT-Recht an. Von 2013 bis 2017 führte er den Vorsitz des Ausschusses Elektronischer Rechtsverkehr des Deutschen AnwaltVerein e. V. und gehört diesem nach wie vor an. Herr Volk wirbt für die Akzeptanz des ERV in der Deutschen Anwaltschaft.

Zum Thema:

Wann das beA wieder aktiviert wird, ist im Moment nicht bekannt, aber dass es kommen wird, ist sicher. Die gesetzliche Nutzungspflicht des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) für alle Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland ist zwingend. Es empfiehlt sich also trotz beA-Desaster, die Kanzlei auf das elektronische Arbeiten vorzubereiten. Lassen Sie sich fit machen für die Herausforderung beA und die digitale Zukunft der Anwaltskanzlei!

Wie ist der aktuelle Stand beim beA? Welche Alternativen gibt es bis zum Start des beA? Welche Vorbereitungen kann ich treffen, um das beA nach Reaktivierung schnell und sicher nutzen zu können, wie kann ich die Zeit bis dahin sinnvoll nutzen? Wie gelingt der Umstieg in die digitale Aktenführung? Wie lässt sich das beA in den Kanzleialltag integrieren? Wie organisiere ich mit dem beA das Berechtigungsmanagement und meine Vertretung sinnvoll? Wie vermeide ich bei der Nutzung des beA Fehler und Haftungsfallen? Welche Vor- und Nachteile hat die beA-Nutzung mit bzw. ohne Kanzleisoftware?

 

Digitale Kommunikation und Datenübertragung mit dem Mandanten berufsrechtskonform gestalten

 Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann, CSP, Hannover

Zur Person:

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Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann

Prof. Dr. Volker Römermann ist Vorstand der Römermann Rechtsanwälte AG und Geschäftsführer der Römermann Insolvenzverwalter GmbH. Seit 1996 liegen seine anwaltlichen Schwerpunkte in den Bereichen Gesellschafts- und Insolvenzrecht sowie im Recht der freien Berufe (v.a. Rechtsanwälte und Steuerberater). Er ist seit 1999 Vorsitzender des Vorstandes des 1954 gegründeten Instituts für Insolvenzrecht e.V. Ferner ist Prof. Dr. Volker Römermann Präsidiumsmitglied der bedeutendsten deutschen Rednervereinigung, der German Speakers Association (GSA), er hält Vorträge in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch und wurde 2014 in San Diego durch die National Speakers Association (NSA) als Certified Professional Speaker (im deutschsprachigen Raum gibt es etwa 20 CSPs) ausgezeichnet.
Prof. Dr. Römermann ist (Mit-)Herausgeber des Beck Onlinekommentars „Berufsrecht“ sowie des Kommentars zum PartGG im RWS Verlag. Desweiteren ist Prof. Dr. Römermann Honorarprofessor und Direktor des Forschungsinstituts für Anwaltsrecht  an der Humboldt Universität zu Berlin


Zum Thema:

E-Mail, Facebook, Chatbots, Skype, WhatsApp & Co.: wenn Bequemlichkeit und Digitalisierungswahn für den Anwalt und Mandanten zum Compliance und Datenschutz-Risiko werden.

Auch die Kommunikation im Mandat nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Doch wenn der Mandant initiativ die Kommunikation etwa über WhatsApp sucht oder verschlüsselte Kommunikation als zu „kompliziert“ ablehnt, darf der Anwalt unmittelbar seine Berufsgeheimnisträgereigenschaft in den Schrank schließen? Ist er befreit von Aufklärungs-, Verweisungs- und damit Interessenwahrungspflichten? Darf ein Rechtsanwalt Mandatskommunikation via WhatsApp führen? Ist es zulässig, vertrauliche Mandantenunterlagen und Betriebsgeheimnisse per Mail zu versenden? Was sind Lösungen, die gleichzeitig die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Mandatsvertragspartnern erleichtern und dennoch rechtskonform sind?

GWG, 4. GeldwäscheRiL und Transparenzregister: Anderkonten ohne Zukunft?

Rechtsanwältin und Notarin Dr. Claudia Seibel, Vizepräsidentin des DAV, Frankfurt/M

Zur Person:

IUR-REALIS , Frau Seibel
Rechtsanwältin & Notarin Dr. Claudia Seibel

Dr. Claudia Seibel ist als Rechtsanwältin und Notarin in Frankfurt am Main tätig. Sie studierte Rechtswissenschaften, politische Wissenschaften und Geschichte an den Universitäten Würzburg, Genf und München.
Von 1980 bis 1982 war Claudia Seibel im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den neuen Münchner Flughafen als Beraterin für die Flughafen München GmbH tätig, 1982 wurde sie als Anwältin in München zugelassen und wurde 1987 Partnerin bei Strobl Killius Vorbrugg (heute Hogan Lovells). 1991 wechselte sie von München nach Frankfurt. Von 1999 bis 2003 war sie als Internationale Partnerin bei Baker & McKenzie.
2003 hat Claudia Seibel, zusammen mit mehreren befreundeten Partnern die Rechtsanwaltskanzlei IUR-REALIS Rechtsanwälte gegründet, die auf Immobilienrecht und Anlagenbau spezialisiert ist.
Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit ist Dr. Seibel als Schiedsrichterin und in verschiedenen Aufsichts- und Beiräten tätig. Im DAV engagierte sie sich seit Beginn der 1990iger Jahre. Ihr Schwerpunkt in der berufspolitischen Arbeit liegt heute im deutschen und europäischen Berufsrecht; sie ist Mitglied im Berufsrechtsausschuss im DAV, leitet die deutsche Delegation im CCBE und wirkt als Expertin für den DAV für berufsrechtliche Fragen gegenüber den EU – Organen. Eine wesentliche Aufgabenstellung der vergangenen Jahre war die kritische Begleitung der Rechtsentwicklung zur Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Steuertransparenz in der EU. Seit Mai 2008 ist Claudia Seibel Mitglied des Vorstands und seit Juni 2015 Vizepräsidentin des DAV.

Zum Thema:

Rechtsanwalts-Sammelanderkonten wurden nicht in die Gruppe der weniger risikobehafteten Indikatoren für eine Geldwäsche der 4. Geldwäscherichtlinie und ihrem Anhang II aufgenommen. Damit gelten die Vorschriften für die Risikobewertung und die erhöhten Überprüfungs- und Aufzeichnungspflichten auch für die Anwälte, welche für Mandanten bestimmte Gelder auf Sammelanderkonten annehmen. Betrachtet man Artikel 10 liegt sogar die Möglichkeit vor, ein anonymes Konto anzunehmen, was dazu führen kann, dass Kreditinstitute die Führung solcher Konten ablehnen werden.

Dadurch, dass die Richtlinie ausdrücklich festlegt, dass Personen und Unternehmen „angemessene, präzise und aktuelleAngaben“ zu wirtschaftlich Berechtigten erfassen sowie Verpflichteten und Behörden auf Anfrage zur Verfügung stellen müssen, wird ein dokumentierter Prozess erforderlich werden. Verpflichtete sind angehalten, prüffähige Aufzeichnungen bzgl. der Einhaltung ihrer Sorgfaltspflichten gegenüber ihren Kunden zu führen und diese Aufzeichnungen für fünf Jahre ab der Beendigung der Geschäftsbeziehung aufzubewahren.
Diese gesetzlichen Anforderungen werden die Arbeit mit Anderkonten für Rechtsanwälte erheblich beeinflussen. Wir betrachten die derzeitige Situation und geben Ausblicke wie Hinweise auf den zukünftigen Umgang mit diesem Thema in der anwaltlichen Praxis.

BDSG & DSGVO: Wie sind die ab 25. Mai 2018 geltenden Änderungen in der Kanzlei umzusetzen?

Rechtsanwalt Dr. Thomas Lapp, Frankfurt/M

Zur Person:

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Rechtsanwalt Dr. Thomas Lapp

Dr. Thomas Lapp ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für IT-Recht und Mediator in der von ihm gegründeten IT-Kanzlei dr-lapp.de GbR. Er ist Vorstandsmitglied des Deutschen EDV Gerichtstags e.V., Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der davit, AG IT-Recht im DAV, sowie der AG Mediation im DAV, Vorsitzender des Fachanwaltsausschusses IT-Recht der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main, Vorsitzender der Nationalen Initiative für Informations- und Internetsicherheit NIFIS, Chairman Global IT-Security Forum des Diplomatic Council, Mitglied der Redaktion des IT- Rechtsberaters, des juris Praxisreport IT-Recht und des Anwaltszertifikat Online IT-Recht, Lehrbeauftragter der Universität Mainz, der VWA Mainz, sowie der FOM Hochschule Mannheim, Dozent der Deutschen Anwaltakademie.

Zum Thema:

Dei anwaltliche Beratung wie die Kanzleiorganisation wurden und werden durch die datenschutzrecthlichen Anforderungen in einem erheblichen Ausmaße beeinflusst. In vermtulich keinem anderen Bereich greifen Berufsrecht, Datenschutzrecht und Strafrecht enger ineinander.
Seit nunmehr annähernd zwei Jahren wirft die zum 25. Mai 2018 in Kraft tretende EU-DSGVO ihre Schatten voraus. Wie deren Anforderungen umzusetzen seien werden, sollte für jeden Kanzleiinhaber nicht nur aus delkts- und haftungsrechtlichen Gesichtspunkten relevant, sondern auch, um die Einhaltung hohen Beratungsstandards zu gewährleisten.

Leitung der Tagung sowie der Diskussionsrunden:

Rechtsanwalt Volker Himmen, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der AG Kanzleimanagement im DAV.

Germ_015-4Volker Himmen ist seit 2003 als selbständiger Einzelanwalt tätig. Er ist derzeit Vorsitzender des Arbeitskreises Kanzleimanagement im Freiburger Anwaltverein sowie seit 2015 Mitglied des GfA der AG Kanzleimanagement im DAV. Dort zeichnet er seit Anfang 2017 verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung und Ausrichtung des #DKMT.
RA Himmen ist zudem seit deren Gründung Mitglied der European Legal Tech Association (ELTA)  und Gründungsmitglied der LegalTech Taskforce des DAV.
Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist Himmen Dozent der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und  veröffentlicht in seinem Blog Legal 4.0 Beiträge zum Thema der (digitalen) Transformation der Anwaltschaft.

Volker Himmen twittert unter @RAHimmen.